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KONZEPT

Stand: August 2020

 

1. Der Träger
1.1. Lage der Kita
1.2. Öffnungszeiten und Gebühren
1.3. Platzanzahl und Altersstruktur
1.4. Das Team
1.5. Unser Bild vom Kind
2. Gesetzliche Grundlagen
3. Lebensraum Kita
3.1. Räumliche Ausstattung
3.2. Außengelände
4. Basiskompetenzen
5. Bildungsbereiche in unserem Alltag
5.1. Emotionalität, soziale Beziehung und Konflikte
5.2. Sprachliche Bildung und Förderung
5.3. Bewegungserziehung
5.4. Kunst und Kultur
5.5. Musikalische Bildung und Erziehung
5.6. Wertorientierung und Religiosität
5.7. Natur- und Umwelterziehung
5.8. Naturwissenschaft und Mathematik
5.9. Gesundheitserziehung
6. „Die spielen ja nur...“ Das Freispiel
7. Transitionen (Übergänge) schaffen
7.1. Die Eingewöhnung
7.2. Gestaltung des Übertritts in den Kindergarten
8. Beobachtung und Dokumentation
9. Integrative Arbeit/ Inklusion
10. Sicherstellung des Schutzauftrages
11. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
12. Elternarbeit eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
13. Beschwerdemanagement
13.1. Grundverständnis
13.2. Grundsätze
13.3. Beschwerdeformen für die Eltern
13.4. Beschwerdeformen für die Kinder
14. Qualitätssicherung
14.1. Elternbefragungen
15. Organisatorisches
16. Schlusswort

 

 

 

1.Der Träger
Unsere unter privater Trägerschaft stehende Kita, Moosburger Sonnenkäfer wurde im Januar 2007 von mir und meinen, damals 2 Mitarbeitern, eröffnet.
Mein Traum von einer eigenen Einrichtung ging, Dank des 2005 in Kraft getretenen BayKiBiGs und der Unterstützung der Stadt Moosburg, in Erfüllung. Von Beruf bin ich Krippenerzieherin und Heilpädagogin und habe selbst 3 Kinder, die inzwischen das Kita-Alter hinter sich haben. Ich arbeite selbst in der Gruppe, kümmere mich aber auch um die Organisation der Einrichtung.

 

1.1.Lage der Kita
Die Kita befindet sich in Moosburg Neustadt, direkt am idyllischen Mühlbach. Hier können die Kinder unsere heimischen Vögel, Enten und Biber beobachten. Kindergarten und Hort der Stadt Moosburg liegen direkt gegenüber, auf der anderen Straßenseite. Andere Kindergärten, Grundschule und Gymnasium finden Sie ebenfalls in unmittelbarer Nähe.

 

1.2.Öffnungszeiten und Gebühren
Unsere Kita ist montags bis freitags von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
Die Gebühren richten sich nach der Buchungszeit.

 

Krippe:

 

Buchungszeit wöchentlich Gebühren monatlich
20 – 25 Stunden 255,00€
25 – 30 Stunden 305,00€
30 – 35 Stunden 350,00€
35 – 40 Stunden 380,00€
40 – 50 Stunden 425,00€

 

Kindergarten:
Buchungszeit wöchentlich Gebühren monatlich


1.3.Platzanzahl und Altersstruktur
Wir betreuen 56 Kinder im Alter von 6 Monaten bis circa 3 Jahren.

Im Hauptgebäude betreuen wir die Kinder in drei Gruppen, mit jeweils 12 Kindern. Im Altbau befinden sich zwei kleinere Gruppe mit 10 Kindern. Die Gruppen sind altersgemischt. Dies sehen wir als besonders günstiges Umfeld für die Entwicklung des Kindes an, da das Vorbild der älteren Kinder die jüngeren Kinder zur Nachahmung anregt. Die älteren Kinder werden bestärkt durch Bewunderung, ihr Selbstvertrauen wächst im Erleben der eigenen Fähigkeiten. Die Kleinen tragen viel zum emotionalen Wohlbefinden in der Gruppe, sowie zum Erwerb sozialer Kompetenzen bei. In der Gruppe lernen die Kinder Rücksicht zu nehmen, Toleranz zu üben und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen. Die Kinder erleben hier, dass jedes Kind etwas ganz Besonderes ist, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Vorlieben, Interessen und Angewohnheiten.

 

1.4. Das Team
Unser Team besteht aus 13 Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlicher pädagogischer Ausbildung, einer pädagogischen Hilfskraft, einer Hilfskraft mit hauswirtschaftlicher Tätigkeit und einem Koch mit Hausmeistertätigkeit.

 

Pädagogische Fachkräfte:
Ines F.
Stephanie M.
Magdalena D.
Nicole Z.
Monika G.
Janine P.

 

Pädagogische Ergänzungskräfte:
Maria J.
Dominik M.
Monika B.
Lilla S.
Sabrina K.
Selina M.

 

Pädagogische Hilfskraft:
Jeanne K.
Koch und Hausmeister: Dirk K.
Hauswirtschaftskraft: Zuhal. E.
Reinigungskraft: Melanie S.

 

1.5 Unser Bild vom Kind
Unsere pädagogische Arbeit soll die in der Familie begonnene Erziehung unterstützen und ergänzen. Wir wissen, dass jedes Kind einmalig und einzigartig ist. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir es als eigenständige Persönlichkeit wahrnehmen und achten. Jedes Kind hat ein individuelles Entwicklungstempo. Wir unterstützen seine Entwicklungsschritte mit Motivation, Zuwendung und Anerkennung. Wir bieten Raum, ausreichend Möglichkeiten und die Sicherheit, dass Kinder mit allen Sinnen lernen können und ihre Neugier und ihren Forschergeist entfalten können. Sie sind kompetente Lerner, Entdecker und aktive Mitgestalter des eigenen Lernprozesses.

 

 

2. Gesetzliche Grundlagen
Die pädagogische Arbeit in unserer Kindertagesstätte basiert auf Vorgaben und Richtlinien des Gesetzgebers; in ihnen sind die für alle staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen verbindlichen Bildungs-und Erziehungsziele festgelegt. Dazu zählen übergeordnet das Grundgesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch, das Sozialgesetzbuch sowie das Kinder-und Jugendhilfegesetz

Die rechtliche Grundlage unserer Arbeit mit Ihren Kindern ist das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG). Es soll der Erziehungs-, Bildungs-, Betreuungs- und Versorgungsauftrag in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, sodass eine ganzheitliche und umfassende Förderung des einzelnen Kindes in der Gruppe gewährleistet wird.

 

Im Speziellen kommen zur Anwendung:
• das Bundesgesetz SGB VIII(Sozialgesetzbuch/SGB, Achtes Buch/ VIII, Kinder-und Jugendhilfe),
• das Landesgesetz BayKiBig(Bayerischer Kinderbildungs-und –betreuungsgesetz),
• die AVBayKiBig als dazugehörige Ausführungsverordnung und wichtigster
Leitfaden für die pädagogische Arbeit und
• das BKiSchG (Bundeskinderschutzgesetz)

Weitere Arbeitsgrundlage für die pädagogische Arbeit ist der Bayerische
Bildungs-und Erziehungsplan, kurz BEP. Er stellt die Bildungs-und Erziehungsziele des BayKiBig ebenso wie die Schlüsselprozesse für Bildungs-und Erziehungsqualität ausführlich dar.

 

Als ganzheitliche Komponente ergänzen seit 2012 die Bayerischen Bildungsleitlinien (BayBl) für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit die oben genannten Vorgaben. Sie heben insbesondere auf die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Krippe, Kindergarten, Schule und Eltern ab.

Darüber hinaus sind weitere Vorschriften und Gesetze zu beachten, damit eine
Kindertagesstätte grundsätzlich ihre Betriebserlaubnis erhält.

 

Dazu zählen:
• Gesetzliche Bestimmungen der Unfallversicherung und Unfallverhütungsvorschriften nach KUVB,
• Das Infektionsschutzgesetz,
• die Biostoffverordnung,
• die Lebensmittelhygieneverordnung,
• das Arbeitsschutz-und Arbeitssicherheits-sowie Jugendarbeitsschutzgesetz,
• die Bayerische Bau-plus die Brandschutzverordnung

 

Folgende Paragraphen des oben genannten Bundesgesetzes SGB VIII sind für die
Kinderbetreuung wesentlich:

• § 1 Recht auf Erziehung, Elternverantwortung
• § 5 Wunsch-und Wahlrecht
• § 8a Schutzauftrag in der Kindertagesstätte bei Kindeswohlgefährdung
• § 22f Grundsätze der Förderung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege
• § 24 Rechtsanspruch des Kindes auf Förderung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege
• § 45 Erlaubnis für den Betrieb der Einrichtung
• § 47Meldepflichten und
• § 80 Jugendhilfeplanung

 

 

3.Lebensraum Kita
Unsere Raumgestaltung knüpft an den individuellen Bedürfnissen der Kinder an. Sie bietet allen in der Gruppe versammelten Altersstufen verschiedene „Lernräume“ an in denen gesungen, geforscht, gespielt, gebastelt, geschlafen, gematscht... werden kann. Aber auch der Garten, sowie die in unmittelbarer Nähe liegenden Stadt- und Naturräume werden in das Alltagsleben der Kinderkrippe miteinbezogen. Wichtig ist uns, dass die Kinder Natur mit allen Fassetten be- greifen können.

Im Vordergrund unserer Arbeit steht nicht das erlebnisorientierte Handeln, sondern

 

• Entdecken
• Erleben
• Entwickeln
• Erkennen von Zusammenhängen

 

Dieses Experimentieren, Entdecken und Selbst herausfinden soll gemeinsam mit Gleichaltrigen, in unterschiedlichen Altersstufen, mit Erwachsenen, einzeln oder in Gruppen ermöglicht werden.
Dazu stellen wir unterschiedliche Räumlichkeiten, Spielecken und Erlebnisplätze zur Verfügung.

 

3.1. Räumliche Ausstattung
Zur Entfaltung eines anregenden und vielseitigen Gruppenlebens werden entsprechende Räumlichkeiten benötigt. Jede Gruppe verfügt über einen großen Gruppenraum, einen etwas kleineren Nebenraum und über ein eigenes Badezimmer, sowie über einen eigenen Zugangsbereich vom gemeinschaftlichen Flur aus.

Der Gruppenraum ist in einzelne Funktionsecken unterteilt z.B. Kuschelecke/ Bücherecke, Bewegungsecke (2. Ebene)... Er bietet aber immer noch genug Platz auf die individuellen Interessen der Kinder einzugehen.

Der Nebenraum bietet den Kindern und Betreuerinnen die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, gezielte pädagogische Angebote, Experimente und kreative Angebote umzusetzen. Wir möchten den Kindern Raum geben, um auch einmal frei von pädagogischem Personal agieren zu können.
Der Nebenraum wird auch als Schlaf- und Ruheraum für die Kinder genutzt.

Ein besonderer Schutzraum für das Kind ist das Badezimmer. Hier wird es gewickelt, kann sich waschen und die Toilette benutzen. Die sanitären Einbauten sind so konstruiert und geplant, dass die Kinder alles selbst erreichen können, sie benötigen die Hilfe eines Erwachsenen nicht, wenn sie nicht wollen.
Wasser ist für Kinder ein wunderbares Element. Dem haben wir bei der Planung der Badezimmer mit einer großen Wasserrinne Rechnung getragen. Sie lädt zu vielfältigen Experimentieren und Erforschen ein.

Besonders wichtig ist uns die transparente und offene Gestaltung der gesamten Einrichtung. Durch bodenlange Fenster und immer wieder interessante Durchbrüche haben die Kinder die Möglichkeit Bezug zu ihrer Umwelt aufzunehmen. (Wer geht vor unserem Gruppenraum vorbei - drinnen und draußen)

Im Altbau haben die Krippengruppen jeweils einen Gruppenraum und zwei gemeinsame Nebenräume. Diese dienen den Kindern zum Spielen, Ausruhen oder zum Schlafen nach dem Mittagessen.

Das große Bad teilen sich beide Gruppen.

Die Räume werden zusammen mit den Kindern kreativ gestaltet und den Jahreszeiten angepasst.

 

3.2. Außengelände
Die Bewegung ist der Motor für die Selbstbildungsprozesse eines Kindes. Unser überaus großzügiger Garten bietet abwechslungsreiche Möglichkeiten die Natur in ihrer ganzen Vielfalt und ihrem Reichtum zu erleben und zu entdecken.

Kleine Verstecke und eine Nestschaukel bieten Rückzugsräume, eine meterlange überdachte Terrasse die Möglichkeit mit Fahrzeugen aller Art, auch bei regnerischem Wetter unterwegs zu sein.
Eine Matsch-Strecke befriedigt den Forschergeist und lädt zum vielfältigen Experimentieren ein. Im Sommer 2018 haben wir mit unseren Kindern eine bunte Sommerwiese angelegt. Hier wird nicht gemäht, sie dient den Insekten als Lebensraum.
Die einzigartige Lage der Kita gibt den Kindern die Möglichkeit, vielfältige Naturerlebnisse zu erfahren. Direkt neben der Kita fließt der Mühlbach entlang. In diesem Biotop gibt es viel zu erforschen.

Wichtig ist uns, dass die Kinder Spaß und Lust am Tun haben. Wir planen, mit den Kindern einen Gemüse- und Kräutergarten anzulegen. Über das Jahr werden wir beobachten, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich Pflanzen entwickeln. Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen und Sorge für die Natur zu tragen.

Spaziergänge in den nahegelegenen Stadtwald, Besuche in der Kirche oder der Bücherei und Einkäufe mit den Kindern gehören selbstverständlich auch zu unseren regelmäßigen Aktivitäten. Die Kinder haben hier die Möglichkeit Alltagserfahrungen zu vertiefen und Gelerntes anzuwenden. Wir möchten Teil des Stadtbildes sein, unsere Arbeit transparent machen und mögliche Klischees und Vorbehalte abbauen helfen.

 

 

4. Basiskompetenzen
Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fertigkeiten und Werthaltungen bezeichnet, die für ein erfolgreiches, glückliches und selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft notwendig sind. Sie werden ganz unterschiedlich erworben z.B. durch direkte Anleitung, zufällig, manchmal auch durch schmerzhafte Erfahrungen oder auch durch Erfolgserlebnisse. Für all das gibt es bei uns Raum, Zeit und das Vertrauen in die Kinder.

 

Personale Kompetenz:
In unserer Arbeit vermitteln wir den Kindern, dass sie mit sich selbst zufrieden sind und so ein positives Bild von sich erhalten. Dieses hohe Selbstwertgefühl ist ein Grundbaustein für die Ausbildung von Selbstvertrauen. Kinder sollen sich als lern- und leistungsfähig betrachten.

 

Motivationale Kompetenz:
Kinder wollen selbstbestimmt handeln und sich als kompetent erleben. Wir unterstützen sie in ihrem Autonomieerleben dadurch, dass wir ihnen Wahlmöglichkeiten zugestehen. Sie dürfen lernen, selbst zu entscheiden, was sie wann und wie tun wollen. Wir fordern sie mit kleinen, ihrem Alter und Leistungsniveau entsprechenden Aufgaben.

 

Kognitive Kompetenz:
Kindern müssen vielfältige Sinnesreize geboten werden. Mit allen Sinnen können die Kinder ihr Gedächtnis schulen, sich kreativ ausleben und ihrem Denken, ihrer Inneren Welt durch Musik, Sprache und in kreativer Gestaltung und Ausdruck verleihen.

 

Physische Kompetenz:
Schon im Krippenalter haben Kinder den Wunsch Verantwortung für ihren Körper zu übernehmen. Sie führen grundlegende hygienische Handlungen selbstständig aus.
Sie lernen ihren Körper zu beherrschen und trainieren ihre Geschicklichkeit. Sie merken, wann sie an ihre Grenzen kommen und suchen nach Entspannung. Diese Fähigkeit ist die Grundlage zur Stressbewältigung.

 

Soziale Kompetenz:
Die altersgemischte Gruppe bietet vielfältige Möglichkeiten soziales Verhalten zu erlernen. Die Kinder bauen Beziehungen auf, lernen sich in Spielpartner hineinzuversetzen, zu kooperieren und zu kommunizieren. Sie erfahren, dass sie nicht allein sind und die anderen Kinder auch Bedürfnisse und Vorstellungen haben. Sie erarbeiten Konfliktlösungsstrategien.

 

Lernmethodische Kompetenz:
Durch gemeinsames Forschen und Experimentieren und auch durch das Entdecken eigener Fehler wird neues Wissen erworben und „altes“ Wissen angewendet, überprüft und übertragen

 

 

5. Bildungsbereiche in unserem Alltag

 

5.1. Emotionalität, soziale Beziehung und Konflikte
Unser Ziel ist es die Kinder zu befähigen eigene Bedürfnisse, Wünsche, Emotionen und Meinungen zum Ausdruck zu bringen, konstruktiv auf Konflikte zu reagieren, andere Kinder mit ihren Bedürfnissen wahrzunehmen. In der Kita bieten wir ihnen viele Plattformen dies zu erproben z. B. im Freispiel.

 

5.2. Sprachliche Bildung und Förderung
Das kleine Kind hat eine angeborene Bereitschaft, Sprache zu erlernen. Sprache ist die Voraussetzung für eine volle Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.
Das Vorbild und die sprachliche Anregung durch andere Menschen sind eine grundlegende Bedingung des Spracherwerbs. Durch Ansprache, Mimik, Gestik, Melodien und Töne möchten wir die Äußerungsfreudigkeit vom Säuglingsalter an unterstützen. Wir möchten, dass sich die Kinder einen altersgemäßen Wortschatz aneignen und später lernen, daraus Sätze zu bilden. Deshalb sollen die Gegenstände mit dem richtigen Namen benannt werden und mit den Kindern von Anfang an, deutlich, korrekt und in ganzen Sätzen gesprochen werden.
Durch Wortspiele, Reime, Lieder, Geschichten und Rollenspiele werden die Sprachentwicklung und Sprechfreudigkeit in der Kita unterstützt. Kritik hemmt die Sprechfreudigkeit, deshalb werden Wörter und Sätze, die falsch ausgesprochen oder benutzt werden, von den Betreuerinnen höchstens richtig wiederholt, ohne das Kind zum Nachsprechen aufzufordern.
Durch konkrete Anschauung z. B. im Morgenkreis in dem wir Geschichten von Sankt Martin, den Jahreszeiten und besonderen Ereignissen hören, wird der kindliche Wortschatz erweitert und gefestigt.
Wir nutzen die sprachsensible Phase und helfen damit Kindern nichtdeutscher Herkunft die deutsche Sprache zu erlernen.
Mit der Hilfe des Würzburger Trainingsprogramms „Hören, lauschen, lernen“ werden die Kinder der Kindergartengruppe auf den Erwerb der Schriftsprache vorbereitet.

 

5.3. Bewegungserziehung
Ohne Bewegung geht es nicht. Egal ob an der frischen Luft oder bei den wöchentlich stattfindenden Turnstunden der Gruppen. Dem Bewegungsdrang jedes einzelnen Kindes wird Rechnung getragen.
In den einzelnen Gruppen befinden sich Bewegungsbaustellen, um sich auch während der Freispielzeit sportlich betätigen zu können. In unserem großen Flur haben die Kinder die Möglichkeit sich auszutoben mit Bobbycar und Co.
So werden Bewegungsfreude geweckt, die eigenen Grenzen können so erkannt und möglicherweise neu gesteckt werden, motorische Fertigkeiten werden entwickelt, als Gruppe lernt man sich im neuen Kontext kennen und Bewegungsmängel werden ausgeglichen.

 

5.4. Kunst und Kultur

„Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird.“ (Picasso)

Kinder brauchen die Möglichkeit ihre innere Welt nach außen zu bringen. Eine Möglichkeit das zu tun, ist sich künstlerisch auszudrücken. Mit unterschiedlichen Materialien (Papiere, Korken, Schwämme, Pinsel, Kämme...) und diversen Anregungen (Farbeimerschaukel, malen mit dem Körper...) wollen wir dies erreichen. Wir möchten das Grundverständnis von Formen und Farben vermitteln, verschiedene Werkzeuge und Techniken aufzeigen und durch das Zulassen von farbenfrohen Experimenten alle Sinne der Kinder ansprechen.

 

5.5. Musikalische Bildung und Erziehung
Die Musik nimmt in unserer Einrichtung einen großen Raum ein. Wir singen und tanzen mit den Kindern viel z.B. im Morgenkreis. Wir orientieren uns am Jahreskreis und singen traditionelle aber auch neue Lieder in unterschiedlichen Sprachen. Wir bieten den Kindern oft die Möglichkeit an, verschiedene Instrumente zu probieren und üben kleine Klanggeschichten ein. Wir wollen die Freude an der Musik und dem Beieinandersein fördern und Musik als Ausdruck unserer Gefühle und Stimmungen anbieten.
Freude an der Musik möchten wir auch durch Bewegungsspiele unterstützen.
Selbstgebastelte Musikinstrumente fördern die Kreativität und das Selbstbewusstsein ihrer Kinder. Hausintern führen wir einmal wöchentlich einen Singkreis mit allen Gruppen durch.

 

5.6. Wertorientierung und Religiosität
Erlebnisreiche und festliche Höhepunkte sind für Kinder von großer Bedeutung und ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Im Morgenkreis besprechen wir in einfachen Geschichten die Hintergründe und Ursprünge der Feste. Intensiv bereiten wir uns mit Basteleien, Liedern, Bilderbüchern... vor. Gemeinsam feiern wir dann die Feste, zum Teil auch gemeinsam mit den Eltern (St. Martinsumzug, Adventsnachmittag...) Hierfür backen wir gemeinsam mit den Kindern und besuchen die Kirche um ganzheitliche Erfahrungen zu machen. Auch außerhalb der Feste erleben die Kinder, durch das Kennenlernen kirchlicher Lieder, Religiosität.
Da für jedes Kind der Geburtstag ein wichtiges Ereignis ist, feiern wir ihn mit allen Kindern der Einrichtung.
Neben den traditionellen und kirchlichen Festen wie Fasching, Ostern und Weihnachten sind uns auch andere Feiern wichtig, z. B. Nikolaus, St. Martin, Herbstabschiedsfrühstück, Sommerfest. Diese finden in enger Kooperation mit den Eltern und dem Elternbeirat statt.
Die Kinder lernen Rituale kennen, können daraus Sicherheit gewinnen und haben im Jahreskreis verlässliche Bezugsgrößen, an die sie sich erinnern können.

5.7. Natur- und Umwelterziehung
Durch Spaziergänge in der näheren Umgebung, Kontakt mit Schnee, Naturmaterialien und Spiel im Garten haben die Kinder die Möglichkeit ihre Umwelt zu erkunden, neue Erfahrungen zu sammeln und diese im Spiel anzuwenden. Wichtig ist uns, dass die Kinder lernen, sorgsam mit der Lebenswelt umzugehen, in der sie leben und ihr Wertschätzung entgegen bringen. Wir möchten, dass Tiere in ihrem Lebensraum geachtet und geschätzt werden. Sie sollen lernen Verantwortung für Natur, Menschen und Tier zu übernehmen. Wir bieten die Möglichkeit mit Hilfe von kleinen Projekten, Umwelt mit allen Sinnen zu erfassen und erfahrbar zu machen (Regenwurmprojekt, Naturmaterialkiste, Vogelhäuschen...).


Seit zwei Jahren läft das Projekt "Wald, Wiese, Wasser" hier besuchen circa 12 Kinder den Waldkindergarten um mit den Großen gemeinsam den Wald und seine Bewohner zu erkunden. Gefrühstükt wird in dieser Woche bei den Kindern aus dem Waldkindergarten. Dieses Projekt findet drei Mal im Jahr für jeweils eine Woche statt.

 

5.8. Naturwissenschaft und Mathematik
Im alltäglichen Erleben der Kinder finden sich vielfältige Bereiche mit Naturwissenschaft und Mathematik in Berührung zu kommen. Wir zählen mit den Kindern, bieten Spiele zu Formen, Farben und zum Ordnen an. Erste Erfahrungen mit Mengen, Längen und Zeit werden gemacht. Naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten werden spielerisch im Alltag erlebt (in der Küche kocht Wasser - die Scheiben beschlagen, Aggregatzustände ändern sich - Schnee wird zu Wasser und gefriert an einem kalten Wintertag wieder). Durch solche Experimente werden naturwissenschaftliche Phänomene bewusster wahrgenommen.
Besonders gehen wir mit den Kindern auf die Veränderungen in der Natur ein. Der Jahreszyklus mit seinen grenzenlosen Naturerscheinungen ist unser steter Begleiter.

 

5.9. Gesundheitserziehung
Bereits in den ersten Lebensjahren bilden sich Gewohnheiten für gesundes aber auch ungesundes Verhalten heraus. In unserer Einrichtung ist es sehr wichtig, dass die Kinder die Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und die Brotzeit) gemeinsam einnehmen.
Die Eltern müssen diese nicht mitbringen. Gelegentlich werden sie mit den Kindern gemeinsam vorbereitet. Dies bedeutet, dass die einzelnen Zutaten, wie Wurst, Käse, Obst und Gemüse von den Erzieherinnen, teilweise mit einzelnen Kindern besorgt werden. Dabei lernen die Kinder welche Lebensmittel gesund sind und entwickeln Freude an der Zubereitung einer solchen Mahlzeit.
Das Mittagessen wird jeden Tag aus regionalen und teilweise aus Bio-Produkten frisch von unserem Koch zubereitet. Auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung wird dabei besonders geachtet. Zum Trinken werden ungesüßter Tee, Milch, Saftschorlen oder Wasser, je nach Wunsch der Kinder, angeboten. Für die Säuglinge werden die Mahlzeiten von den Eltern mitgebracht.
Damit das Kind ein natürliches Verhältnis zu seinem Körper und dessen Funktionen entwickeln kann, räumen wir der Körperpflege jeden Tag genügend Zeit ein. Eine Waschrinne, die der Größe der Kinder angepasst ist, regen die Kinder dazu an, sich gern selbst zu waschen. Spiegel bieten immer wieder die Möglichkeit sich zu betrachten und sein Selbst wahrzunehmen.
Die Wickelzeiten werden dem individuellen Rhythmus des Kindes angepasst. Der Beginn der „Windel-frei“- Zeit eines Kindes wird individuell mit seinen Eltern abgesprochen.
Ausreichender Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung des Kindes. Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden, wobei das Alter nur ein sehr allgemeiner Anhaltspunkt ist. Das Schlaf und Ruhebedürfnis der Kinder wird von uns respektiert und geschützt. Aus diesem Grund wecken wir die Kinder nicht auf Wunsch der Eltern auf oder halten sie wach. Für die Kinder, die nicht einschlafen, werden ruhige Beschäftigungen angeboten. Jedes Kind hat seinen eigenen Schlaf- oder Ruheplatz, den es mit persönlichen Gegenständen wie die eigene Bettwäsche, Schnuller, Teddy, Decke oder Puppe gemütlich einrichten kann.

 

 

6. „Die spielen ja nur...“ Das Freispiel
Im Freispiel hat das Kind die Möglichkeit in einem festgelegten Zeitraum und in einem bestimmten Raum sein Spiel frei zu entwickeln, kreativ zu werden, mit anderen in Aktion zu treten, Erlerntes zu festigen und Neues zu probieren.

Die Phasen des morgendlichen Ankommens und die des Abholens sind geprägt von dieser Freispielzeit. Das Spielen fördert die kindliche Entwicklung ganzheitlich und ermöglicht das Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Spielerziehung gilt in unserer Einrichtung als eine wichtige pädagogische Aufgabe und das spielerische Lernen wird zu einem zentralen methodischen Prinzip.

Wir Erzieher kommen in dieser Zeit einer wichtigen Aufgabe nach. Wir beobachten die Kinder, um neue Entwicklungsschritte anbahnen und gezielt fördern zu können. Wir geben Impulse, um in ein Spiel zu finden. Wir geben Hilfestellung bei Konflikten und helfen bei der Konfliktlösung. Die Kinder lernen so, immer besser ohne Hilfe auszukommen. Wir sind eine Anlaufstelle als Zuhörer, geben Lob und Anerkennung aber auch Struktur als Geländer an dem sich die Kinder festhalten können. Der Erwachsene geht auf die sozial-emotionalen Bedürfnisse des Kindes ein. Er bereitet die Umgebung vor und „hilft dem Kind es selbst zu tun“. (Montessori).
Auch im Freispiel werden viele Basiskompetenzen gefördert. So z.B. das Erlernen des Sozialverhaltens, auf andere Rücksicht nehmen, Kompromisse finden, der Fantasie freien Lauf lassen beim Malen, Basteln, Konstruieren, einen Platz und die eigene Rolle in der Gruppe finden und die Erweiterung des Wortschatzes durch das Hören von Liedern und Geschichten.

 

 

7. Transitionen (Übergänge) schaffen
Kinder sind in ihrem Bildungsverlauf durch die regelmäßige Zuordnung mit mehreren Übergängen konfrontiert -  Familie - Krippe - Kindergarten -Schule/Hort.
Damit die Kinder diese Übergänge erfolgreich bewältigen, ist uns eine intensive Kooperation mit Ihnen als Eltern und den Institution Kindergarten sehr wichtig.
Dies geschieht durch Einführungsgespräche mit den neuen Eltern und einer behutsamen Eingewöhnungszeit der Kinder beim Eintritt in Krippe und Kindergarten.

Ein bedeutender Einschnitt für ein Kind und dessen Familie ist der Übergang von der Familie in die Kinderkrippe. Wir wissen, dass diese Zeit als große Belastung wahrgenommen wird und nehmen uns viel Zeit für Eltern und Kinder. In dieser Phase wird der Grundstein für die Arbeit mit dem Kind und die Zusammenarbeit mit den Eltern gelegt. Jedes Kind bekommt bei uns die Zeit, die es braucht bei uns anzukommen, sich wohlfühlen und sich gut entwickeln zu können.

 

7.1. Die Eingewöhnung
Bevor ein Kind in unsere Einrichtung aufgenommen wird, findet ein ausführliches Gespräch mit den Eltern statt. Die Eltern und ihre Kinder erhalten hier die Möglichkeit die Einrichtung zu besichtigen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.
Wenn das Kind die Kinderkrippe besuchen soll, ist es in den ersten Wochen unser gemeinsames Ziel, es so sanft wie möglich an seine neue Umgebung, seine neuen Spielkameraden und an seine neuen Betreuungspersonen zu gewöhnen. Durch eine schrittweise und dem einzelnen Kind angepasste, langsame Eingewöhnung wollen wir dem Kind und seinen Eltern ermöglichen, ein Vertrauensverhältnis zu uns aufzubauen.

In der Eingewöhnungsphase arbeiten wir nach dem „Berliner Modell“.
Sie können Ihr Kind während der Eingewöhnung unterstützen, indem Sie folgendes beachten:

 

Grundphase (1. Woche)

• Während der ersten drei Tage bleibt Ihr Kind nicht ohne Bezugsperson im Gruppenraum.
• Sie suchen sich eine gemütliche Ecke im Gruppenraum und verhalten sich grundsätzlich passiv. Bringen sie ein Buch mit, das sie schon lange lesen wollten.
• Versuchen Sie, sich nicht mit anderen Kindern zu beschäftigen.
• Drängen Sie Ihr Kind nicht, sich von Ihnen zu entfernen oder etwas Bestimmtes zu machen oder zu spielen.
• Reagieren Sie auf Annäherung und Blickkontakte positiv – nehmen Sie jedoch von sich aus keinen Kontakt zu Ihrem Kind auf.
• Wenn Sie den Raum verlassen möchten, lassen Sie zu, dass Ihr Kind Ihnen evtl. folgt.
In den ersten drei Tagen, werden wir uns als Personal nur wenig aktiv mit Ihrem Kind beschäftigen, sondern mehr beobachtend im Hintergrund bleiben. So haben wir die Möglichkeit Ihr Kind und seine Reaktionen besser kennenzulernen.

 

Erster Trennungsversuch (2. Woche)

• Findet Ihr Kind von sich aus sofort Interesse an einem Spielzeug, zu anderen Kindern oder der Erzieherin, kann der erste Trennungsversuch unternommen werden.
• Sie verlassen für kurze Zeit das Gruppenzimmer. Sie bleiben jedoch in der Einrichtung, um bei Bedarf sofort kommen zu können.
Kinder brauchen zunächst die Sicherheit, dass ihre Eltern immer wieder kommen. Lässt sich ihr Kind nicht auf die Trennung ein, ist diese noch zu früh angesetzt.
Die erste sensible Phase der Eingewöhnung muss fest eingeplant werden (gerade bei Berufstätigkeit).

 

Stabilisierungsphase (ab 3. Woche)

• In den ersten vier Tagen der Stabilisierungsphase verlassen Sie regelmäßig das Gruppenzimmer (nicht die Einrichtung), damit sich das Kind auf die Trennung vorbereiten kann.
• Die Bezugsperson verabschiedet sich beim Verlassen des Raumes. Dabei sollte das Kind gerade zufrieden spielen.
• Kurze Verabschiedungsrituale erleichtert die Trennung.

Wir geben Ihrem Kind den Raum traurig darüber zu sein, dass Sie jetzt gehen. Das ist ganz normal und wird von uns liebevoll und wohlwollend begleitet.

 

7.2. Gestaltung des Übertrittes in den Kindergarten
Da wir eine Kita sind, ist es uns wichtig im Alltag Vernetzungspunkte zwischen Kindergarten und Kinderkrippe zu schaffen. Wenn die Kinder von unserer Kinderkrippe in unseren Kindergarten wechseln, begleiten wir diesen Übergang, denn dieser ist ebenso wichtig wie die Eingewöhnung.
In den Monaten Juni und Juli wird das Thema Kindergarten in der Kinderkrippe konkreter thematisiert und mit Büchern und Geschichten aufgegriffen. In Absprache mit den jeweiligen Einrichtungen der näheren Umgebung, besuchen die Betreuer mit den zukünftigen Kindergartenkindern die Kindergärten.

Kinder mit Migrationshintergrund nehmen am Vorkurs Deutsch in der Grundschule teil. Einmal wöchentlich gibt eine Kollegin vom Kinderschutzbund gegen eine geringe Gebühr einen zusätzlichen Deutschkurs, damit die zukünftigen Grundschüler einen erfolgreichen Start ins Schulleben haben.
Besondere Aktionen wie z.B. Ausflüge, Museumsbesuche und Projekte runden unsere pädagogische Arbeit ab.


 

8. Beobachtung und Dokumentation
Um die Lern- und Bildungsprozesse ihrer Kinder zu Basis unseres pädagogischen Handelns machen zu können, führen wir verschiedene Arten von Beobachtungen durch. Ihr Kind steht mit seinen Kompetenzen und Interessen im Zentrum und wir setzen da an, wo es Begleitung und Unterstützung braucht. Wir beobachten wertfrei und wertschätzend.
Für jedes Kind legen wir ein sogenanntes Portfolio an. In dieser Mappe werden Bastelarbeiten, Gemälde aber auch Lerngeschichten, Fotos und kleine Begebenheiten gesammelt, die von uns beobachtet, fotografiert und dokumentiert wurden. So ergibt sich über die Zeit, die Ihr Kind in der Kinderkrippe verbracht hat, ein buntes Bild.
Auf dem „Meilensteinprinzip“ beruht unser Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren von Petermann und Petermann. Diese Beobachtungsbögen füllen wir für jedes Kind zweimal im Jahr aus.

 

 

9. Integrative Arbeit
Integrativ und Inklusiv zu arbeiten ist für uns selbstverständlich und die logische Konsequenz aus unseren Wertvorstellungen, Erfahrungen und pädagogischen Anschauungen. Unsere personellen Ressourcen (Heilpädagogin, Sozialpädagogin) machen es uns möglich, auf ein weites Handlungsspektrum zuzugreifen. Unsere Sozialpädagogin leistet den Fachdienst, der die Förderung der Kinder gewährleistet. Nicht zuletzt gelingt es uns mit Kindern, die besondere Bedürfnisse haben, so gut zu arbeiten, weil dieser Prozess von allen Kindern mitgetragen wird, die vorurteilsfrei aufeinander zugehen. Inklusion bedeutet, einen Alltag zu gestalten, in dem Kinder mit und ohne Behinderung zusammen leben können. Die Vielfalt ist hierbei der Grundsatz der Pädagogik. In dieser Normalität verschieden zu sein, bringt sich jedes Kind nach seinen Interesse und Fähigkeiten ein.

 

 

10. Sicherstellung des Schutzauftrages
Allgemeine Grundlage ist das SGB VIII, das Betreuung, Erziehung und Bildung als Aufgabe der Tageseinrichtungen für Kinder beschreibt.
Mit der Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach §8aSGB Vlll vom 20.01.2015 verpflichtet sich der Träger der Kita Moosburger Sonnenkäfer, im Falle der Wahrnehmung von Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung die in §3 der Vereinbarung genannten Handelsschritte durchzuführen. Die Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen, z. B. bei besonderen Erziehungsproblematiken, ist uns ein Anliegen. Wenn die Vermutung einen gewichtigen Anhaltspunktes für ein Gefährdungsrisiko im Rahmen einer kollegialen Beratung nicht ausgeräumt werden kann, wird eine insoweit erfahrene Fachkraft zur Einschätzung herangezogen. Dabei werden die Erziehungsberechtigten sowie das Kind in die Gefährdungseinschätzung einbezogen. Gemeinsam mit den Eltern soll eine Lösung erarbeitet werden.
Wir verpflichten uns, keine Personen anzustellen oder zu vermitteln, die wegen einer Straftat entsprechend §72a SGB VIII verurteilt worden sind. Wir verlangen von jeder bei uns beschäftigten Person ein erweitertes Führungszeugnis.

 

 

11. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Zur interdisziplinären Arbeit zählt die Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, Therapeuten, Einrichtungen und Institutionen, wie Frühförderstellen, Kindergärten, Erziehungs- und Familienberatungsstellen und dem Amt für Jugend und Familie Freising, Fachbereich Kindertageseinrichtungen. Das Amt für Jugend und Familie Freising, mit dem Fachbereich Kindertageseinrichtungen, stellt für unsere Einrichtung nicht nur die Aufsichtsbehörde dar, sondern unterstützt uns auch bei Fragen um die Anerkennung ausländischer Qualifikation bei Personaleinstellungen.

In Kooperation mit den Eltern und mit deren Zustimmung können in Gesprächen und gegenseitigen Besuchen mit den entsprechenden Fachleuten Handlungsstrategien z. B. bei Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen diskutiert werden.
Für die Arbeit in der Krippengruppe ist es ebenso wichtig, dass im Einzelfall eventuell notwendige therapeutische und heilpädagogische Übungen in den Gruppenalltag integriert werden, um das Kind ganzheitlich zu fördern und allen Kindern einen einheitlichen Erfahrungsraum in der Krippengruppe geben zu können.

 

 

12. Elternarbeit eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern "unserer" Kinder ist uns sehr wichtig. Die gemeinsame Verantwortung und die Förderung für das Kind stehen im Vordergrund. Gemeinsame Beratungen mit den Eltern helfen in problematischen Situationen, die bestmöglichste Lösung für Kinder, Eltern und Mitarbeiter zu finden. Wir unterstützen unsere Eltern, schätzen ihre Erfahrungen und nehmen sie mit ihren Werten und Vorstellungen für ihr Kind ernst.
Damit sich unsere Eltern regelmäßig austauschen können, ihre Kinder im Zusammenleben mit den anderen Kindern erleben, bieten wir monatlich ein Elterncafe` in der Gruppe an.
Wir führen regelmäßig wenigstens einmal im Jahr Elternabende durch. Diese Elternabende werden von uns thematisch vorbereitet und geleitet.
Unsere Eltern können sich bei Fragen rund um ihr Kind und die Kita an den Elternbeirat und uns wenden. Durch gemeinsame Beratungen, tägliche „Tür- und Angelgespräche“ beim Bringen und Abholen sorgen für einen ständigen Austausch über den Alltag der Kinder. Durch regelmäßige Fallbesprechungen, Einzel- und Teamgespräche, Beratungen, Einzel- und Teamfortbildungen sowie die Lektüre von Fachliteratur möchten wir jederzeit ein kompetenter Ansprechpartner für die Eltern sein.
Durch Elterngespräche nach Wunsch und bei Bedarf, durch gemeinsame Feste und Aktionen, durch eine Elterninfowand, durch den Einblick in unsere pädagogische Arbeit (ausliegender Rahmenplan und Konzeption, Fotoalben...)versuchen wir eine von Vertrauen und Verständnis geprägte Bildungs- und Beziehungspartnerschaft gelingen zu lassen.

Im Rahmen unseres ersten Elternabends wird der Elternbeirat gewählt. (Artikel 14 des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes). Die Aufgaben des Elternbeirates sind die Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Festen und anderen Aktivitäten, er ist Bindeglied zwischen Eltern, Personal und Träger und fungiert als Ansprechpartner.

 

 

13. Beschwerdemanagement

Und sollte es doch mal nicht rund laufen
Eltern haben das Recht, sich jederzeit mit Hinweisen, Anregungen und Ideen an die pädagogischen Fachkräften, Kita-Leiterin und die Elternvertreter zu wenden.
Dazu wurden bei den Sonnenkäfern entsprechende Möglichkeiten zur Aufnahme dieser Hinweise geschaffen. (Elternabend, Elternbefragung ,Elternbeirat, Briefkasten Anregung und Lob)

 

13.1. Grundverständnis
Das Beschwerdemanagement zeichnet sich dadurch aus, dass jegliche Form von
Beschwerde zugelassen wird. Damit soll der Druck (Belastung) abgebaut werden.
Nun beginnt ein Prozess, in dem Lösungen erarbeitet und überprüft werden. Dieser Prozess benötigt Zeit und Mut zum Perspektivenwechsel aller Beteiligten.

 

13.2.Grundsätze
Jede Mitarbeiterin ist verpflichtet alle Beschwerden von Eltern und Kindern entgegen zu nehmen.
Beschwerden, die die Mitarbeiterin sofort lösen kann, werden umgehend erledigt.
Ist eine Problemlösung nicht möglich, erstellt sie ein Gesprächsvermerk mit Datum, Namen und Beschwerdegrund, einen möglichen Lösungsvorschlag bzw. bereits eingeleiteten Maßnahmen oder verabredete Gesprächstermine und reicht ihn weiter an den oder die Adressaten der Beschwerden bzw. Leitung der Kita.
Die Mitarbeiterin, die die Beschwerde entgegen genommen hat, bleibt bis zur Lösung in der Verantwortung für die Rückmeldung.
Der Prozessverlauf wird dokumentiert und dient der Erfassung des Problems, der Vereinbarung einer Zielstellung und der zeitnahen Korrektur.

 

13.3. Beschwerdeformen für die Eltern
• schriftlich per Brief, oder E-Mail
• mündliche im persönlichen Gespräch oder per Telefon
• Elternfragebögen
• Vereinbarungen von Sprechstunden der Erzieherin oder Leitung Kinder dürfen sich auch beschweren, wenn ihnen etwas missfällt.

 

 

13.4. Beschwerdeformen für die Kinder
Kinder dürfen sich auch beschweren, wenn ihnen etwas missfällt. Zum einen werden sie sich an ihre Eltern wenden, die ihre Interessen vertreten, zum anderen bieten wir im Alltag vielfältige Möglichkeiten sich zu äußern.
Der Morgenkreis kann - neben dem alltäglichen Miteinander - ein Rahmen sein, in welchem Kinder sich über Dinge, die ihnen missfallen, beschweren können.
Eine auf Partizipation gründende Bildungspraxis umfasst in unserer

Kita folgende Elemente:

  • Partizipation im Alltag (z.B. sich in der Krippe frei und
    selbstbestimmend bewegen)
  • Den Krippenalltag mitbestimmen, das heißt wählen können zwischen verschiedenen Möglichkeiten
  • Möglichkeiten anbieten, in denen sich die Kinder an die Mitarbeiter wenden können, um mitzuteilen, was sie beschäftigt oder verändern möchten (Wickelsituationen, 1:1 Betreuungssituationen)
  • Kinder können Vorschläge, Wünsche, Bedürfnisse und Kritik äußern, die vom Team mit Respekt aufgenommen und mit den Kindern diskutiert werden

 

14. Qualitätssicherung
Um unsere pädagogische Arbeit zu reflektieren, auszuwerten und weiter zu entwickeln, nutzen wir unterschiedliche Instrumente

 

  • wöchentliche Kleinteamsitzungen
  • regelmäßige Großteamsitzungen
  • Supervision
  • kollegiale Beratung (Fallbesprechung)
  • Fort- und Weiterbildung, mindestens einmal im Jahr für jedes Teammitglied
  • Gespräche über die Entwicklung des Kindes mit den Eltern
  • Portfolio für jedes Kind
  • jährliche Mitarbeitergespräche

 

14.1. Elternbefragungen
Um Meinungen, Eindrücke und Bedürfnisse der Eltern bezüglich unserer Arbeit zu erfassen, werden gezielte Elternbefragungen in Form von Fragebögen einmal jährlich durchgeführt. Dieses Feedback gibt uns Anlass, unsere Arbeit zu reflektieren und innovativ zu arbeiten. Die Ergebnisse der jeweiligen Umfrage veröffentlichen wir an den Elternabenden oder an der großen Pinnwand im Eingangsbereich. Zukünftig werden die Ergebnisse auf unserer Homepage veröffentlicht.

 

15. Organisatorisches
Die Kinder werden in der Regel von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr betreut. Sollte ein ausreichender Bedarf bestehen, gibt es die Möglichkeit die Öffnungszeiten auf 17.30 Uhr zu erhöhen.
Die Betreuungszeit ist so gestaltet, dass die Kinder die Möglichkeit haben, eine verlässliche soziale Beziehung aufzubauen. Sie erhalten in der Krippengruppe ein Frühstück, Mittagessen, Vesper und Getränke.

Den täglichen Krippen- und Kindergartenalltag bewältigen zu können, stellt besonders kleine Kinder vor hohe Anforderungen. Um in Aktion mit anderen zu treten, selbständig zu sein und sich in seiner Welt zurechtzufinden, benötigen Kinder Auszeiten, in denen sie neue Kraft tanken und Zeit zur Erholung haben. Deshalb schließen wir an 28 Tagen im Jahr unsere Einrichtung für alle Kinder. Diese Schließtage orientieren sich an den bayerischen Schulferien und werden zu Beginn eines jeden Krippenjahres (September) bekannt gegeben.

 

 

16. Schlusswort

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser pädagogischen Konzeption einen Einblick in unsere umfangreiche pädagogische Arbeit geben konnten.
Immer wieder überdenken wir Arbeitsweisen und schreiben unsere Gedanken an dieser Stelle fort.
Bitte kommen Sie bei Fragen auf uns zu. Für Anregungen und Ideen hinsichtlich unserer gemeinsamen Arbeit mit und für die Kinder sind wir jederzeit offen und dankbar.


Ihr
Team der Moosburger Sonnenkäfer
Moosburg, August 2020

 

 

„Spielende Kinder sind lebendig gewordene Freuden.“
Friedrich Hebbel

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